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Geschichte der Stadt Bad Säckingen

 

Der Name Säckingen weist durch seine Endung auf eine alemannische Gründung hin, kann aber auch keltische Ursprünge haben. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist nicht bekannt. Ältere Schreibweisen sind Seckinga, Sechingen, Seckingen und Säkkingen. Bad Säckingen wurde es im Jahre 1978.

Die eigentliche Stadt Säckingen lag bis 1830 auf einer Rheininsel; auf dem rechten (deutschen) Ufer lag die Vorstadt. Von der Insel führten zwei Brücken über die Rheinarme und verbanden die Stadt mit dem Umland. 1830 wurde der rechte, verlandete Rheinarm zugeschüttet.

Die Säckinger Rheininsel war in nördlichen Teil bebaut; der südliche Teil, die "Au", wurde landwirtschaftlich genutzt. der bebaute Teil mit seinem dreieckigen, nur wenige hundert Meter langen Grundriss war hauptsächlich von den Anlagen des Stifts bedeckt. Im Zentrum, dem heutigen Münsterplatz, lag der große "Seelhof", die karolingische Königspfalz. Daneben verliefen die wenigen Straßen der kleinen Ansiedlung. Der Markt lag in der südlichen Steinbrückstraße, die bis ins 19. Jahrhundert Marktgasse hieß. Die Marktgründung erfolgte auf stiftseigenem Grund.

Als Reichsstift unterstand das Kloster nur der Rechtssprechung des Königs. Die Gerichtsbarkeit nahm stellvertretend der Klostervogt wahr. Sehr bald nach Übernahme der Vogtei durch die Habsburger wurde das Vogteilehen zum Erblehen. Aus diesem Grund wurde Säckingen keine freie Reichsstadt, sondern zählte immer zum habsburgischen Erbbesitz.

Schon vor den Anfängen der Stadt war die heilsame Wirkung der Säckinger Thermalquellen bekannt. Vermutlich schon die Römer haben die Quellen genutzt. Die erste, wenn auch legendenhafte Erwähnung findet sich in der Fridolinsvita des Mönches Balther aus dem 10. Jahrhundert. Der Badebetrieb währte durch alle Jahrhunderte und kam auch in Zeiten des Niedergangs nie völlig zum Erliegen. Seit dem 13. Jahrhunderts wurde das Bad in den Unterlagen des Stifts aufgeführt. Ursprünglich stand das Badehaus direkt neben der Quelle auf der Badmatte. Doch schon vor 1428 wurde es an seinen heutigen Standort (Marienhaus) in der Vorstadt verlegt. Quelle und Badebetrieb befanden sich im Besitz der Stadt. Das Bad lag außerhalb der Stadtmauern und war stets in Gefahr vor Kriegshandlungen. Die älteste direkte Urkunde aus dem Jahr 1457 berichtet vom Wiederaufbau der Anstalt nach einer Zerstörung durch Basler Truppen. Das 15. und 16. Jahrhundert war die Blütezeit des Säckinger Bades. Adel und reiche Bürger kamen zur Kur und Entspannung. Neben rein medizinischen Anwendungen entwickelte sich das Badewesen zu einem wahren Kult der Belustigung und Geselligkeit.

Das heitere Treiben endete durch den Dreißigjährigen Krieg und die folgenden Franzosenkriege. Erst am Anfang des 18. Jahrhunderts kam der Badbetrieb wieder in Schwung und trieb sehr viele Gäste in die Stadt, doch die Folgen der französischen Revolutionskriege setzten auch dem ein Ende. Das 15. und 16. Jahrhundert war die Blütezeit des Säckinger Bades. Adel und reiche Bürger kamen zur Kur und Entspannung. Neben rein medizinischen Anwendungen entwickelte sich das Badewesen zu einem wahren Kult der Belustigung und Geselligkeit. Das heitere Treiben endete durch den Dreißigjährigen Krieg und die folgenden Franzosenkriege. Erst am Anfang des 18. Jahrhunderts kam der Badbetrieb wieder in Schwung und trieb sehr viele Gäste in die Stadt, doch die Folgen der französischen Revolutionskriege setzten auch dem ein Ende.

Der zweite Teil der Geschichte des Säckinger Stifts umfasst die Jahrhunderte unter Habsburger Herrschaft vom 14. Jahrhundert bis zu seiner Auflösung im Jahre 1806. Die Reichsunmittelbarkeit des Klosters wich vor der sich vehement ausbreitenden Landesherrschaft zurück. Die Grundherrschaft umfasst nur noch die engere Umgebung Säckingens. Als neue politische Kraft hatte sich die junge Stadt Säckingen entfaltet. In einem Freiheitsbrief von 1316 erneuert die Äbtissin die Rechte der Stadt. Es folgte eine Zeit harter Auseinandersetzungen zwischen Stift und Stadt. Die zweite Hälfte des 14. Jahrhundert war bestimmt vom Freiheitskampf der Schweizer gegen Habsburg-Österreich, in dessen Folge das Stift schwere wirtschaftliche Einbußen erlitt. Am Ende vergab das Stift Säckingen und Laufenburg als Lehen an den Herzog von Österreich, wodurch diese Städte vollständig unter Habsburger Hoheit gerieten. 1445 erreichte der Kampf um die Schweiz auch Säckingen; eine Belagerung durch Basler Truppen und ein langer Aufenthalt der Habsburger Besatzungstruppen verschlechterten die Lage sehr. Nach einer Ruhepause durch den Frieden von Breisach verpfändete Herzog Sigmund von Österreich Säckingen mit den Waldstädten und der Umgebung an Herzog Karl den Kühnen von Burgund, und schon bald darauf mussten Säckinger an den Burgunderkriegen teilnehmen. Schon 1499 plünderten Schweizer während des Schwabenkrieges das Land.

In den Jahrhunderten nach 1500 erlebten Stift und Stadt Säckingen Zeiten reger Entwicklung und Bautätigkeit, immer wieder unterbrochen und zerstört durch Kriegsereignisse. Den Anfang machten die Reformation und die Bauernunruhen am Hochrhein. Während Rheinfelden und Waldshut zum neuen Glauben wechselten, blieben die Klosterstädte Säckingen und Laufenburg, abgesehen von einigen Irritationen, beim alten Glauben. Nach 1550 konnte die neue Äbtissin das Stift reformieren und wirtschaftlich neu ordnen, so dass genug Geld vorhanden war, um mehrere neue Häuser, vor allem das Äbtissinnengebäude, zu errichten. Außerdem wurde das Münster restauriert und erhielt die spitzen Türme, wie sie auf dem Merianstich zu sehen sind. Die Wasserversorgung wurde erneuert, die Besitzungen des Stift ausgeweitet, und zahlreiche rechtliche Vereinbarungen zwischen Stift und Stadt getroffen. Dieser neuen Blütezeit setzte der Dreißigjährige Krieg ein Ende. Die Auseinandersetzungen dauerten schon fast zwanzig Jahre, als der Krieg den Hochrhein erreichte. 1632 besetzten schwedische Truppen die Waldstädte. Die Äbtissin floh nach Baden/CH ins Exil. Den Schweden folgten die Kaiserlichen, doch alle plünderten die vorhandenen Güter aus. Zu allem kam noch die Pest. Hunderte Säckinger starben. Krieg und Besatzung dauerten in Säckingen bis 1650. Einer Wiederaufbauphase folgt 1678 der Holländische Krieg. Französische Truppen plünderten die Stadt und brannten einen Großteil nieder. Das Münster brannte vollständig aus. Zehn Jahre später fand man im Pfälzischen Krieg einen erneuten Anlass zum Überfall auf Säckingen. Zum Schutz vor den Franzosen brannte man selbst die Brücke über den linken Rheinarm nieder.

Es folgten zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Spanischen Erbfolgekrieg weitere Brandschatzungen, französische Besatzung im Polnischen Erbfolgekrieg und 1741 die Salpetererunruhen auf dem Hotzenwald. 1740 wurde das Säckinger Münster im barocken Stil neu erbaut, doch schon 1751 brannte es erneut, diesmal durch eine Unachtsamkeit. In den folgenden Jahren wurden die Schäden durch eine zweite barocke Restaurierung behoben. 1764 traf der kostbare Silberschrein St. Fridolins in Säckingen ein. Wenige Jahre später setzte der Kampf um das Überleben des Stifts ein und überlagerte alle anderen Bestrebungen wie den geplanten Neubau der Stiftsanlagen. 1780 beschloss "Kaiser" Joseph II. die Aufhebung zahlreicher Klöster. Vorerst konnte das Unheil abgewendet werden, doch schon drangen die Folgen der Französischen Revolution an den Hochrhein. 1796 besetzten französische Truppen im 1. Koalitionskrieg Säckingen.

Weitere Besetzungen und Zerstörung folgen bis zum Frieden von Lunéville zwischen Napoleon und Österreich. Dieser Vertrag versetzte dem Säckinger Stift den Todesstoß. Der Vertrag forderte die Abtretung aller linksrheinischen Gebiete. Damit verlor das Stift seine wichtigsten Einnahmen im Fricktal. Der Hochrhein wurde erstmals zur Staatsgrenze.

Nach einem weiteren Koalitionskrieg verlor Österreich im Frieden von Pressburg 1805 seine rechtsrheinischen Gebiete an den mit Napoleon verbündeten Kurfürst von Baden und an den Herzog von Württemberg. Die Rheinbundakte vom 12. Juni 1806 besiegelte die Aufhebung des Stifts Säckingen und sprach seinen gesamten Besitz dem zum Großherzog aufgestiegenen badischen Landesherrn. Damit endete die über tausendjährige Geschichte des Stifts. Die Stadt Säckingen kam zum badischen Staat und wurde 1809 Amtsstadt des badischen Amtsbezirks Säckingen.

 

 

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Geschichte der Stadt Bad Säckingen

Hotel am Hochrhein - Blick auf den Rhein

Der Name Säckingen weist durch seine Endung auf eine alemannische Gründung hin, kann aber auch keltische Ursprünge haben. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist nicht bekannt. Ältere Schreibweisen sind Seckinga, Sechingen, Seckingen und Säkkingen. Bad Säckingen wurde es im Jahre 1978. 

Die eigentliche Stadt Säckingen lag bis 1830 auf einer Rheininsel; auf dem rechten (deutschen) Ufer lag die Vorstadt. Von der Insel führten zwei Brücken über die Rheinarme und verbanden die Stadt mit dem Umland. 1830 wurde der rechte, verlandete Rheinarm zugeschüttet.

Schon vor den Anfängen der Stadt war die heilsame Wirkung der Säckinger Thermalquellen bekannt. Vermutlich schon die Römer haben die Quellen genutzt.  

 

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